Der Anfang
Am 8. Mai 1914 war der Gemeinderat Zollikon bereits in einem Brief an Fritz Aeppli, dem späteren Gründer des Baugeschäftes Aeppli, gelangt:
"Von der Justiz- und Polizeidirektion werden die Gemeinderäte der Seeggemeinden eingeladen, einen Rettungsdienst zu organisieren, um für Unglücksfälle, die auf dem See passieren, einigermassen gerüstet zu sein. Der Gemeinderat hat beschlossen, eine Anzahl jüngerer Leute, die in der Nähe des Seegestades wohnen, zu ersuchen, sich zu diesem Rettungsdienst zu verpflichten. An die Inhaber von Ruderschiffen unserer Gemeinde haben wir das Gesuch gerichtet, in Notfällen ihre Schiffezur Verfügung zu stellen. Belieben Sie uns umgehend mitzuteilen, ob wir Sie in die Liste der Rettungsmannschaft eintragen können."
Drei Jahre später entstand dann der Seerettungsdienst: "Am 7. Juni 1917 genehmigte der Gemeinderat die Verordnung betreffend das Rettungswesen auf dem See" und wählte Bautechniker Fritz Aeppli zum Chef und Kanzlist Oskar Gattiker zum Vize-Chef und Materialwart. Gleichzeitig erliess der Gemeinderatein Dienstreglement. In dem von Hand geschriebenen Papier hiess es unter anderem: "Der Rettungsdienst zur See umfasst die Hilfeleistungen bei Schiffsunglücken, bei Unglücksfällen vom Lande aus (Baden, Fuhrwerke, usw.) und bei Unglücksfällen auf dem Eise bei Seegefrörne;sowie die zur Verhütung von Unglücksfällen bei Seegfrörne tunlichen Absperrungenund Anbringung von Verboten zur Eisbetretung."
In der Verordnung war zu lesen, dass sich die Rettungsmannschaft aus Freiwilligen rekrutiere und dass nur "Schwimm- und Fahrkundige" zugelassen würden. Paragraph 15 der Verordnung regelte die Alarmierung. "Die Alarmierung der Rettungsmannschaft geschieht durch Läuten mit der Schiffsglocke auf dem Wartehäuschen beim Schiffländeplatz."
Am Samstag, 4. August 1917, um 19 Uhr, hatte die "Rettungsmannschaft der Gemeinde Zollikon auf dem See" zu ihrer ersten obligatorischen Übung anzutreten. Zwülf Namen findet man auf der heute noch vorhandenen Liste: Fritz Aeppli, Ernst Kracke, Fritz Niederhauser, Oskar Gattiker, Fritz Vedovelli, Heinrich Weber, Hans Nauer, Paul Gattiker, Gotthard Gattiker, Albert Streuli, Alfred Engesser, Max Maurer.
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