Unwetter August 2007
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Dieser Bericht stand am 17. August im Zolliker Boten. Das Copyright liegt vollumfänglich beim Zolliker Boten. Der Text wurde nicht verändert. Der Zolliker Bote ist auch unter www.zollikerbote.ch erreichbar. Mit Schlimmerem gerechnet |
| Am Mittwochabend voriger Woche fielen innert 24 Stunden fast 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Das bedeutete Grosseinsatz für die Hilfskräfte. |
| Sabine Linder-Binswanger |
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| Um 20 Uhr wurden in Zollikon die ersten Rettungskräfte der Feuerwehr aufgeboten, um überflutete Keller auszupumpen. Um 20.20 Uhr wurde dann Grossalarm ausgelöst. Das bedeutete, dass die gesamte Feuerwehr ins Depot aufgeboten wurde. Um 23 Uhr musste auch noch der Zivilschutz alarmiert werden, der mit zehn Mann vor Ort war. Vom Seerettungsdienst standen sechs Mann für Hilfeleistungen bereit. Insgesamt mussten die Rettungskräfte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an 21 Orte ausrücken, am Donnerstag folgten dann noch fünf Einsätze, wie Kommandant Sascha Ullmann gegenüber dem «Zolliker Boten» erzählte. Es standen bis zu 71 Personen im Einsatz, die von Mittwoch- bis Donnerstagabend 350 Einsatzstunden leisteten.
Vom Rinnsal zum Bach Die Hauptaufgabe der Rettungskräfte bestand darin, überflutete Keller auszupumpen und Sicherungsmassnahmen einzuleiten. So trat der Salsterbach bei der Turatzburg über die Ufer und überschwemmte die Strasse, der Fussweg beim Restaurant Trichtenhausermühle im Zollikerberg war überflutet und musste gesperrt werden, und der Nebelbachweiher stieg bedrohlich an. Die Hilfskräfte rückten auch mit Schaufel und Besen aus. Im Locherrank brachte ein üblicherweise kaum sichtbares Rinnsal plötzlich Unmengen von Wasser, Schmutz und geschnittenem Gras von den oben liegenden Feldern mit. Die Röhren konnten das Wasser nicht mehr schlucken, so dass es sich einen neuen Weg suchte - direkt auf die Bergstrasse. Den Hilfskräften blieb nur noch, die Abflussschächte vom Schmutz zu befreien, damit die Wassermassen mehr oder weniger ungehindert abfliessen konnten. Sandsäcke für den Notfall Land unter hiess es auch auf der Allmend, wo diverse Waldwege überflutet wurden. Das Wasser ergoss sich in breiten Bächen über Wiesen und Felder - zwei bahnten sich den Weg direkt zum unteren Fohrbachparkplatz. Wo am 1. August noch viele hundert Zollikerinnen und Zolliker den Geburtstag ihrer Eidgenossenschaft gefeiert hatten, präsentierte sich ein See - knietief stand hier das Wasser. Gott sei Dank waren alle Parkfelder leer. |
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